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Home XII. Die Krotenköpfe Ein improvisirter Führer Ueber die Bacher Alpe nach Einödsbach
 H. v. Barth: Aus den Nördlichen Kalkalpen (1874)
 II. Aus den Algäuer Alpen [geographische Bezeichnungen sind noch nicht überprüft]
 XII. Die Krotenköpfe

Die Schneeflucht

In einer halben Viertelstunde waren wir unten; die Schneeflucht ist in gleicher Weise, wie der Sperrbachtobel, die Lawinenausfüllung einer engen Felsschlucht, unterhalb welcher die Gewässer sich sammeln und durch ein Thor an ihrem Ende als der Einödsbach zu Tage treten; sie besitzt augenscheinlich weit grössere Consistenz als die Lawinenbrücke des Sperrbachtobels, da wir über ihre Decke fest und sicher wegschritten, während im Sperrbachtobel nur Trümmer seiner Ueberwölbung mehr standen. Eine Unmasse Schutt und Schmutz ist auf ihr abgelagert, und oft bemerkt man vor der kothigen Ueberdeckung gar nicht, dass man auf Schnee geht. Von den Seiten rieseln die Gewässer in kleinen Cascaden herab und verschwinden unter der Decke, in ihren dunklen Gewölben sich zu sammeln. Nach 20 Minuten waren wir am Ende der Schneeflucht und traten auf das rechtsseitige Steilufer des Einödsbaches über; ein Rückblick zeigte uns den schwarzen Thorbogen, auf welchem das bereits ziemlich ansehnliche Gewässer hervorrauscht.


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Letzte Aktualisierung am 23. April 2017

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