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Home III. Die Göllkette Abstieg vom Gamsarchen Kartographische Bedenken
 H. v. Barth: Aus den Nördlichen Kalkalpen (1874)
 I. Aus den Berchtesgadener Alpen
 III. Die Göllkette

Die Aichenköpfe

Für jetzt noch steht hoch sein zahniger Scheitel und verbirgt dem kecken Störenfried in seiner vielleicht noch nie beunruhigten Einsamkeit die Dinge, die hinter diesem ersten Mauerwerke seiner noch warten. Und als ich die Höhe betrat, und in unveränderter Weise die Pyramide des Kuchler Göll [Freieck] wieder vor mir auftauchte, kein erfreulicher Anblick war es, welchen die Zwischenstrecke zwischen jenem erhabenen Ziele und mir dem spähenden Auge darbot; Zacken an Zacken geschoben, zerschartet der Grat, durchklüftet seine Flanken, nicht auf 10 Schritte weit im Voraus zu bestimmen, wohin der Fuss zu lenken, wo endlich er auf eine letzte unüberwindliche Schranke treffen werden.

Ich stand auf der hohen, von Salzburg aus so auffällig hervortretenden Zackengruppe, aus zwei gegen einander geneigten höheren und und einem mittleren etwas niedrigeren Zahne bestehend, eine Configuration, die mir allerdings hier oben, wo die kleinen Details so völlig die Aufmerksamkeit für sich allein in Anspruch nahmen, nur schwach zum Bewusstsein gelangte; am östlichen Abschlusse dieser Gruppe hatte ich dann die tiefe Einsenkung der Hochscharte und weiterhin die neuerliche Gebirgserhebung und noch eine Strecke weit Zackengrat nach meinem Gipfel zu gewärtigen.


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Letzte Aktualisierung am 29. August 2018

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