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Home VII. Das Haagen-Gebirge Zurück zum Jägerhüttchen. Günstige Witterungsaspekten. Tannthal – Hinterauthal
 H. v. Barth: Aus den Nördlichen Kalkalpen (1874)
 I. Aus den Berchtesgadener Alpen
 VII. Das Haagen-Gebirge

Pläne auf's Tannthalgebirge. Neue Bedenken und schliesslicher Protest des Jägers: das Tannthal ist gebanntes Revier

Ich deliberierte viel über meine Pläne auf's Tannthal, welche Linie ich nach dem Gipfel hin wohl am besten einschlagen würde, und wo dieser wohl sich befinden möge; denn das ganze Gebirge hatte wieder zu einem unentwirrbaren Klumpen sich zusammengeschoben. Je mehr ich davon sprach, um so einsilbiger wurde der Jäger; er wiederholte nur stets, gewiss zu wissen, dass die Lengthalschneid der höchste Punkt sei, und meinte weiter, dass ich den Göll, von dem ja eine Zeichnung mir nothwendig sei, vom Tannthal aus, der vorlagernden Hirschwiese [Hochwies] wegen, nicht würde sehen können.

Ich begann bereits zu vermuthen, dass ihm an der Tannthalersteigung überhaupt Etwas nicht recht sei, und wirklich, als wir oben am Hüttchen angelangt waren und ich mit überzeugendster Beredsamkeit ihm begreiflich zu machen versuchte, dass Ersteigung des Culminationspunktes das erste Erforderniss alpiner Wanderungen sei, da platzte es heraus: "Auf's Tannthal könne ich nun einmal nicht gehen, das sei gehegtes Gamsrevier!" – –


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Letzte Aktualisierung am 23. April 2017

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