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Home XV. Der Grosse Speckkarspitz in der Hallthaler Kette Besserer Weg nach seinem Gipfel Abstieg in's Grosse Speckkar
 H. v. Barth: Aus den Nördlichen Kalkalpen (1874)
 III. Aus dem Nord-Innthaler Gebirge [Karwendel/Mieminger Gebirge] [geograph. Bezeichnungen noch nicht überprüft]
 XV. Der Grosse Speckkarspitz in der Hallthaler Kette

Aussicht

Ein halbes Stündchen noch widmete ich der Erholung und dem Genusse der Aussicht. Im Norden die lange Reihe der kahlen, mir noch durchaus unbekannten Hochzinnen der Hinterauthaler Kette, im Westen die nah aneinander gerückten Colosse des Backofenkars, die vor noch nicht vollen 24 Stunden meinen eisernen Tritt gefühlt, – im Osten der Speckkarspitz, zur scharfen Pyramide umgestaltet, von langen, dunkeln Wandgürteln durchstrichen. Weite Geröllmulden, von Felsrücken eingedämmt, ziehen unter dem Grate, unter der kleinen Speckkarkuppe hin bis an seinen Fuss; wohl ist's ein weiter Weg, der dorthin mir noch bevorsteht, und schon haben die Nebelflöckchen in der Luft zu compakteren Wolken sich geballt, Vorboten des unvermeidlichen Nachmittagsgewitters. Zur Zeit war der Ausblick noch vollkommen klar, nicht allein die Firnenwelt lag glänzend und scharf gezeichnet vor mir im Süden, sondern weiter sogar, über die breite Thalung des Brenner hinweg, zeigten sich duftig blaue Bergzüge, darunter ein auffällig hoher, flach-pyramidaler Gipfel, der Visirlinie nach in die Gegend des Jaufenpasses gehörig.


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Letzte Aktualisierung am 29. August 2018

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