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Home XVI. Die Lamsenspitze im Stallenthal Abstieg; Dauben; ein ungern gebrauchtes Hilfsmittel Das gute Wasser im Lamskar. Abstieg in den Zwerchbach und zum Jägerhüttchen
 H. v. Barth: Aus den Nördlichen Kalkalpen (1874)
 III. Aus dem Nord-Innthaler Gebirge [Karwendel/Mieminger Gebirge] [geograph. Bezeichnungen noch nicht überprüft]
 XVI. Die Lamsenspitze im Stallenthal

Wiederzusammentreffen mit dem Jäger; warum er nicht auf die Lamsenspitze ging

Von der Lamsscharte herüber schritt Oberleitstettner auf mich zu. "Das haben S' gut gemacht", sagte er, aber es klang doch etwas wie ärgerliche Verlegenheit durch seine Worte. – "Ich hab' gleich geglaubt, dass sie hinaufkommen", fügte er später bei, "wenn Sie ernsthaft anpacken, und ich wär' auch schon mitgegangen, wenn mir nicht so viel um's Hosen-Zerreissen gewesen wäre." – Die Begründung dieses Vorgebens will ich nicht weiter untersuchen; soviel ist gewiss, dass das bezügliche, unentbehrliche Bekleidungsstück sich bei mir nicht mehr in intaktem Zustand befand.

Gemeinsam begannen wir nunmehr den Hinunterweg in den Zwerchbach. Die Uhr wies 4 Uhr 20 Min., ich hatte somit an der Lamsenspitze wieder längerer Zeit zum Abstiege als zur Ersteigung benöthigt. Das Lamskar bildet nur in seinen obersten Partieen ein eigentliches Kar, ein gerundetes Becken, mit hügeligem, mehrfach terassirtem Boden, in tieferer Region verengt es sich zu einem nicht sehr breiten, steilfallenden, doch bedeutenderen Wandstufen entbehrenden Thale. Ein eigentlicher Pfad wird in demselben erst in beträchtlicher Tiefe sichtbar, doch bieten der geradlinigen Wegerichtung sich nirgends bedeutende Hindernisse.


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Letzte Aktualisierung am 29. August 2018

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