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Home XVII. Die Obere Platte im Mieminger Gebirge Hirtenhütte im "Alpel" Seltsame Funde in der Hochgebirgszone
 H. v. Barth: Aus den Nördlichen Kalkalpen (1874)
 III. Aus dem Nord-Innthaler Gebirge [Karwendel/Mieminger Gebirge] [geograph. Bezeichnungen noch nicht überprüft]
 XVII. Die Obere Platte im Mieminger Gebirge

Das Haus. Eingang mit Hindernissen

Ein guter Pfad führt von der Hütte quer an der Berglehne durch in die Sohle des Grabens, der aus dem Kar herabkommt; jenseits steht auf gerundetem Hügelscheitel das verzauberte Schloss, ein nettes, roth angestrichenes, gemauertes Haus mit grünen Fensterläden. Sorgfältig hergestellt zieht ein breiter Steig am buschigen Gehänge in weiten Windungen hinauf, nach einer Viertelstunde befanden wir uns am Ziele. Eine demontirte Drehbank war der erste Gegenstand, der in der Umgebung des Hauses uns in die Augen fiel. An diesem selbst war wenig auszurichten. Die mit Eisenblech beschlagene Thüre war fest gesperrt; die Fenster mit eben so festen Eisenstangen versehen, ein Einschlüpfen nicht möglich. Das Dach zu hoch, um hinaufzugelangen, und daher ein Einsteigen durch dasselbe ebenso unthunlich. Wir spürten rund umher nach einem etwaigen Versteck des Schlüssels, aber umsonst. Da endlich erregten auf der Westseite des Hauses einige, am Boden liegende, mit Steinen beschwerte Bretter unsere Aufmerksamkeit. Wir hoben sie weg und entdeckten, nicht den Schlüssel, sondern das offene Kellerloch. "Wenn man nur wüsste, wie tief es da hinuntergeht", meinte der Hirte. Nun, dafür war Rath zu schaffen; ich suchte im Bergsack dem Feuerzeug und hiess ihn hinableuchten. Es erwies sich, dass die Tiefe nur einige Fusse betrug, und wir liessen uns beide hinabgleiten.


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Letzte Aktualisierung am 23. April 2017

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