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Home XXVII. Der Ofelespitz im Berglenthal Ausblick durch das Leutaschtal Reminiscenzen an den Ofelespitz und Erkundigungen über ihn
 H. v. Barth: Aus den Nördlichen Kalkalpen (1874)
 V. Aus dem Wetterstein-Gebirge [geographische Bezeichnungen sind noch nicht überprüft]
 XXVII. Der Ofelespitz im Berglenthal

Das Brucker Wirthshaus [1871]

In 1 1/2 Stunden ist von Mittenwald aus Unter-Leutasch, zunächst der Brucker Wirthshaus, erreicht. Hier beginnt die eigentlich fahrbare Strasse, welche die drei Hauptortschaften des Leutschthals mit einander verbindet; Abzweigungen von ihr münden durch die Thäler des "Boden" und der "Leutascher Mähder" auf die Zirl-Seefelder-Strasse aus. Wie der Fahrweg begonnen, so endet er im Leutaschthale: über das Kirchviertel hinaus wird aus ihm ein holperiger Karrenweg und, nur dem unverwüstlichen Alpenfuhrwerk mehr passirbar, fällt er über Buchen steil hinunter nach Telfs. Die einzige leidliche Strassenverbindung in dieser Gegend besteht zwischen Telfs und Seefeld über Mösern; diese vermeidet jedoch das Leutaschthal gänzlich.

Am 27. August [1871] war ich bei Regenwetter durch das Leutaschthal nach Mittenwald hinausgezogen; am folgenden Nachmittage bereits befand ich mich wieder auf Wanderung nach dem Bruckerwirth in Gesellschaft des bekannten und beliebten Alpenschriftstellers Heinrich Noë. Der Aufforderung am Schilde des Bruckerwirthshauses

Ich heiss' Andreas Reindl
Hab' wohl a gut's Wein'l
Und auch a gut's Bier
Ob'st hergehst zu mir! –

leisteten wir getreuliche Folge. Gegen Abend erst trennten wir uns. Dr. Noë ging nach Mittenwald zurück, ich verblieb in der Leutasch. Der morgige Bergweg war nicht geeignet, Begleitung für denselben mir zu erwerben.


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Letzte Aktualisierung am 23. April 2017

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