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 H. v. Barth: Aus den Nördlichen Kalkalpen (1874)
 V. Aus dem Wetterstein-Gebirge [geographische Bezeichnungen sind noch nicht überprüft]
 XXVII. Die Höllenthalspitzen

Die Höllenthalspitzen auf dem Rainthaler Grat; Orographisches

Wer vom Flachlande aus das Wetterstein-Gebirge sich betrachtet, der sieht, während der Wetterstein-Kamm getrennt, fast als selbständige Gebirgs-Gruppe ihm erscheint, das Zugspitz-Massiv weit gegen Osten sich fort erstrecken. Mit der Doppel-Kuppe des Hoch-Blassen schliesst es ab, die Alpspitze verschwindet an diesem breiten Hintergrunde. Die Mitte seines langsam sich hebenden Grates krönt eine Gruppe dreier zierlich geformter, dem Augenscheine nach gleich hoher Zacken. Ueber den Mauern streben sie empor, welche das Höllenthal, den Höllenthalferner umranden; sie haben von ihm den gemeinsamen Namen der Höllenthalspitzen erhalten. Unbedeutend erscheinen diese Zinnen, von der Ebene aus gesehen; der Bergwanderer, welche dem Wetterstein-Gebirge seine Schritte entgegenlenkt, vermeint nicht, in ihnen würdige Objekte seiner Touren zu entdecken. Auf den Thalboden von Partenkirchen-Garmisch aber schauen sie bereits weit ansehnlicher hernieder, und auf die Südseite des Rainthaler Kammes übergetreten, erblickt der Durchforscher der Alpen ein mächtiges Gebirge sich gegenüber, mit hohen, breit geformten Gipfeln, mit weiten Karen und mächtig ausstrahlenden Zweigkämmen. Auch dort gibt's noch zu entdecken. In diese weiten, öden Schuttmulden setzt selten nur ein Schafhirte, ein Gemsenjäger seinen Fuss; die Gipfel jener Grate, sie werden kaum jemals betreten.


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Letzte Aktualisierung am 29. August 2018

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