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Home XXVI. Der Hoch-Blassen Sein Doppel-Gipfel; Zweifel bezüglich des Weges nach seinem Fusse Peter Klaisl vom Rainthaler Hof [1871]
 H. v. Barth: Aus den Nördlichen Kalkalpen (1874)
 V. Aus dem Wetterstein-Gebirge [geographische Bezeichnungen sind noch nicht überprüft]
 XXVI. Der Hoch-Blassen

Ein erster Versuch misslungen

Eine erste, beabsichtigte Hoch-Blassenersteigung verwandelte sich, wie im vorigen Kapitel beschrieben, in eine Wanderung nach dem Höllenthale; ein zweites Mal gelangte ich bis auf den Grat nächst dem Hohen Gaif, wurde hier ein paar Stunden durch Nebel festgehalten und sah mich schliesslich zur Umkehr genöthigt. Das Wenige, was in lichten Augenblicken sich mir gezeigt, die eingeschobenen Grasplätze zwischen Klippenreihen und Wandstürzen, nicht die Spur eines Pfades auf ihnen zu erspähen, in geringer Entfernung vor mir das Terrain durch's Mauermassiv des Hohen Gaif völlig gesperrt, bestärkte mich in der Ueberzeugung, dass ein Herumexperimentiren in solch' verworrenem Gebirgsbaue, bei so bedeutender Ferne des Hauptzieles, unmöglich anders, als nach mehrfachen Fehlversuchen, das heisst mit unverhältnissmässigem Zeitaufwand zu einem Resultate führen konnte. Ich war daher, im Falle es mir nicht gelänge, einen Rainthaler Schafhirten als Führer in's Vollkar aufzutreiben, ziemlich entschlossen, den Anstieg durch das Grieskar, zwischen Alpspitze und Hoch-Blassen zu nehmen und nöthigenfalls die Nordseite des letzteren zu umgehen.


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Letzte Aktualisierung am 29. August 2018

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